Karwendel Gebirge
Spielwiese, Klettersteig, Pflanzenparadies, Tiergarten – der Naturpark Karwendel
Einsame Wiesen, bizarre Felsspitzen, ein unendlich langes Netz von Wanderwegen, urige Almen und Berghütten ziehen jährlich tausende Besucher in ihren Bann.
Über 2.000 verschiedene Tierarten leben im Karwendel – dem größten Tiroler Schutzgebiet, das 730 Quadratkilometer groß ist. Im Karwendel gibt es mittlerweile die größte Steinadlerpopulation des Alpenraumes. Und die 101 Almgebiete entsprechen der Fläche von 80.000 Fußballfeldern. Es gibt mehrere „Eintrittstore“ in die Wunderwelt des Karwendels: über Stans, Vomp oder Terfens kann man (zu Fuß) Richtung Lamsenjoch und Engalm wandern. Letztere ist aber über Hinterriss auch mit dem Auto erreichbar.
Das Karwendel liegt zum Großteil in Österreich. Eingegrenzt wird das Karwendel durch die umliegenden Berge des Wettersteingebirges im Westen, den bayerischen Voralpen im Norden, dem Rofan im Osten und den Tuxer Alpen im Süden. Die schönsten Naturgebiete im Karwendel sind im Alpenpark Karwendel unter Naturschutz gestellt.
Naturparkhaus Alpenpark Karwendel
In der 43-Einwohner-Fraktion Hinterriss (Gemeinde Vomp) steht seit kurzem ein spektakuläres Infozentrum über den Alpenpark Karwendel. In der Nähe des Jagdschlosses der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha, wurde das Alpenpark Karwendel Zentrum errichtet. Wir wollten ein Haus bauen, „das ins Auge springt“, wird Architekt Rainer Noldin in der Tiroler Tageszeitung zitiert. Über einen Weg, in dessen Beton die Fußspuren der im Karwendel lebenden Tiere verewigt sind, erreicht man einen transparenten, als schwarze Höhle angelegten Eingangsbereich, der auch als Pufferzone zwischen Informationsstelle, Souvenirshop und einem kleinen feinen Museum dient. Alte Werkzeuge und Fotos, Votivbilder sowie Tier- und Pflanzenpräparate liefern einen vielschichtigen Einblick in den Karwendel-Naturpark. Und wenn beim Öffnen einer der Wundertüren Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ erklingen, hat auch dies seinen Karwendel-Bezug. Alice Harnoncourt spielt das Stück nämlich auf einer Stainer-Geige, deren Holz aus der Gegend von Hinterriss stammt.
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