Haus der Völker

  • St. Martin 16
  • Tel.: +43.5242.66090
  • 6130 Schwaz
  • Fax: +43.5242.66091

Das Haus der Völker wurde 1995 auf Initiative des Tiroler Afrikakenners und Fotografen Gert Chesi gegründet. Zu den Schwerpunkten der Afrikasammlung gehören Kultobjekte animistischer Religionen, die bis zu den modernen Voodoo-Bewegungen reichen. Von den ältesten Grabfunden der Nok- und Katsina-Kultur bis zu den Ritualobjekten des Ogboni-Bundes zeigt das Haus der Völker einen repräsentativen Querschnitt afrikanischer Kunst auf über 1.000 m2. Der zweite, kleinere Teil des Museums zeigt die Kunst des Buddhismus aus Südostasien.

Die Magie asiatischer und afrikanischer Geister und Götter und der Reichtum menschlicher Schaffenskraft materialisieren sich im „Haus der Völker“, dem Museum für Kunst und Ethnographie in Schwaz mit über 1000 Exponaten und regelmäßigen Sonderausstellungen.

Der Initiator des Museums, Gert Chesi, war zum Sammler geboren. Schon als Kind von acht Jahren unterhielt er im Schuppen seiner Eltern ein kleines Museum mit selbst gefundenen naturhistorischen Objekten. Als er dann mit 19 Jahren auf einem gleichaltrigen Motorrad, der BMW R5 des Großvaters, sechs Monate als Reiseberichterstatter in Afrika unterwegs war, erlag er der modernen Schönheit afrikanischer Kunst und eröffnete bald darauf unter dem Namen Eremitage zwei Kulturzentren, eine Galerie für moderne Kunst und einen Jazz Club.

Sein magnetisches Reiseziel aber blieb Afrika, wo er auch Albert Schweitzer kennenlernte, bei ihm arbeitete und fotografierte. Ein Jahr später sollte ihn die Qualität dieser Bilder mit einem Schlag in die Kategorie der bekannten und begehrten Fotografen erheben und ihm für lange Jahre einen zweiten beruflichen Mittelpunkt bescheren. Die unveränderte Nummer Eins in seinem Leben jedoch war und blieb das Sammeln und fotografieren. Diese Begeisterung manifestierte sich 1995 in der Gründung des Museums.

Im ‚Asien Saal’ sind jahrtausende alte Schriftkulturen beheimatet. Diese stecken dem freien künstlerischen Ausdruck enge Grenzen, ihre Faszination liegt in der hohen handwerklichen Meisterschaft und in der zeitlichen Reichweite der Objekte: Einige der Exponate sind über 2000 Jahre alt.

‚Das Alte Afrika’ ist der Urvater der modernen Kunst, bei dem sich auch die Europäer inspirierten. Es hat diese einzigartige Dynamik schriftloser Kulturen, die den Künstler beharrlich herausfordert, für jeden neu verkündeten Gott, für jeden neuen Ahnengeist seine Form zu finden.

Eine besonders breite Publikumsresonanz findet der ‚Voodoo Tempel’ mit seinen Objekten, die Ausdruck einer komplexen und hochbeweglichen Religion sind, die sich durch Träume und Trancemedien ständig neu erfindet.

Die prächtigen Masken der ‚Egungun Kunst’ stellen die versammelte Kraft der Vorfahren und Verstorbenen bei rituellen Tänzen dar. Gegenstände des Alltags, Schmuck und Waffen befinden sich in der ‚Schatzkammer’.

Jährlich drei Sonderausstellungen, die ein ganzheitliches Kulturverständnis vermitteln und eine Brücke zwischen Gestern und Heute, aber auch zwischen den Kulturen und Menschen dieser Welt geschlagen.

Führungen: jeden Sonntag um 15h (ab 5 Personen) und auf Anfrage unter Tel. +43.5242.66090 oder info@hausdervoelker.com

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