Burg Freundsberg
- Burg Freundsberg in der Silberregion Karwendel
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Hoch über Schwaz thront auf einem weithin sichtbaren Hügel die Burg Freundsberg. Sie war Stammsitz der seit 1122 urkundlich nachweisbaren Herren von Freundsberg, die als Ministerialen der Grafen von Andechs und später der Tiroler Landesfürsten bald zu Macht und Ansehen gelangten.
Der Burgfried (Turm) von Burg Freundsberg, dessen älteste Mauerreste in das 12. Jahrhundert datiert werden, hat sich als einziger Bestand der ursprünglichen Anlage erhalten Beim Neubau 1230 wurde auf diesen ältesten, romanischen Teilen der Anlage aufgebaut. 1467 kam die Burg durch Gütertausch in den Besitz von Siegmund des Münzreichen, der sie 1472 bis 1475 zum Jagdschloss ausbauen ließ. Eine wesentliche Veränderung der Burganlage erfolgte um 1630, als der Palais und die Kapelle zu einer neuen Schlosskirche im Stil der Renaissance umgebaut wurde. Während der Bayrischen Regierung in Tirol wurde Burg Freundsberg im Jahre 1812 von König Ludwig I. von Bayern der Gemeinde Schwaz als Geschenk überlassen. Der Burgturm beheimatet heute das Museum der Stadt Schwaz.
Im Jahre 1176 erfolgte die Weihe der ersten Burgkapelle durch den Legaten des Römischen Stuhles, Erzbischof Konrad von Mainz. Von der druch Siemund von Tirol umgebauten und 1477 geweihten Schlosskirche ist heute noch ein Fresko vorhanden, das die vierzehn Nothelfer darstellt – ein seltenes Denkmal der Renaissance in Tirol. Seit der letzten umfassenden Renovierung und der 1977 erfolgten Wiederweihe der Schlosskirche wird diese sowohl kirchlich (z. B. Hochzeiten, Messen, Andachten) als auch kulturell (Theater, Konzerte, Lesungen) genutzt.
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